Wie viele Fragen hat der Einbürgerungstest, und wie viele muss man richtig haben?
Vishwen Labs

Dreiunddreißig Fragen, siebzehn zum Bestehen. Das BAMF beschreibt den Test in wenigen Sätzen: Bei der Prüfung bekommen Sie ein Testheft mit 33 Fragen und haben 60 Minuten Zeit; bei jeder Frage wählen Sie aus vier möglichen Antworten die richtige; 30 Fragen gehören zu den Themenbereichen Leben in der Demokratie, Geschichte und Verantwortung sowie Mensch und Gesellschaft, drei zu dem Bundesland, in dem Sie mit Erstwohnsitz gemeldet sind; wer mindestens 17 Fragen richtig beantwortet, hat bestanden. Die Einbürgerungstestverordnung legt dieselben Zahlen in ihrem ersten Paragrafen fest. Nichts an dem Format ist vorläufig.
Die Zahlen, und wo sie stehen
Die Einbürgerungstestverordnung von 2008, zuletzt geändert am 21. Juni 2024, bestimmt in § 1, dass der Test mit Testheften von 33 Fragen abgelegt wird, 30 aus dem allgemeinen Katalog und 3 aus dem des Landes, dass er mit mindestens 17 richtigen Antworten bestanden ist, dass 60 Minuten unter Aufsicht zur Verfügung stehen und dass eine einheitliche Bescheinigung ausgestellt wird. Siebzehn von 33 sind 51,5 Prozent. Falsche Antworten kosten keine Punkte, also sollte jede Frage beantwortet werden, und für die drei Landesfragen gibt es keine gesonderte Grenze.
Woher die 33 kommen
Aus einem veröffentlichten Pool. Der Gesamtfragenkatalog des BAMF enthält 300 allgemeine Fragen und 10 zu jedem der 16 Länder; der Pool eines Prüflings umfasst also 310 Fragen, die 300 plus die 10 seines Landes, und die 33 im Testheft werden unverändert daraus gezogen, mit denselben vier Antwortmöglichkeiten. Das BAMF veröffentlicht den Katalog als PDF und als interaktives Übungsangebot in seinem Online-Testcenter, dazu einen Musterfragebogen. Das ist der ganze Test: 310 bekannte Fragen, von denen Sie 33 sehen werden.
Was die Bestehensgrenze praktisch bedeutet
Siebzehn von 33 ist eine niedrige Hürde im Vergleich zu Nachbarländern. Der britische Test Life in the UK verlangt 18 von 24, 75 Prozent; die dänische Indfødsretsprøve 36 von 45, 80 Prozent; Schwedens neuer Test hat seine Grenze noch nicht veröffentlicht. Deutschlands liegt knapp über der Hälfte, und die Fragen sind öffentlich. Die praktische Folge: Wer den Katalog einmal auf Deutsch durchgearbeitet hat, scheitert selten an dem Test, und wer den Wortlaut nicht kennt, hat es schwer, weil der Wortlaut mehr zählt als der Schwierigkeitsgrad.

Die Simulation der App
Die Simulation in Einbürgerungstest bestehen umfasst 33 Fragen in 60 Minuten und ist ab 17 bestanden, genau das amtliche Format, mit den 3 Landesfragen aus dem Bundesland, das Sie einstellen. Jedes Ergebnis kommt mit einer Aufschlüsselung nach Kapitel und einer Wiederholungsliste der Fehler, und jede Frage, richtig oder falsch, zeigt ihre Erklärung auf Deutsch und in Ihrer Sprache. Weil das Format amtlich ist, lässt sich das Ergebnis direkt lesen: 17 oder mehr hier sind 17 oder mehr dort, bei denselben Fragen.
Wie Sie die 60 Minuten nutzen
Weniger als zwei Minuten pro Frage, und die meisten brauchen weit weniger: Die Fragen sind ein oder zwei Sätze lang, die Antworten kurz. Lesen Sie alle vier Antwortmöglichkeiten, denn die falschen Antworten des BAMF sind aus wahren Aussagen über benachbarte Fakten gebaut, und die erste plausible Antwort ist oft nicht die richtige. Beantworten Sie alles. Und behandeln Sie die drei Landesfragen als die leichtesten Punkte auf dem Bogen, denn für Ihr Land gibt es nur zehn, und alle zehn können Sie kennen.
Einbürgerungstest bestehen ist eine unabhängige Lern-App und steht in keiner Verbindung zum Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) oder einer anderen deutschen Behörde. Die Prüfungsfragen sind der vom BAMF veröffentlichte Gesamtfragenkatalog, den jeder im Online-Testcenter des BAMF kostenlos üben kann; Lektionen, Erklärungen und Übersetzungen sind die der App.
Weitere Fragen zum Thema
Gibt es beim Einbürgerungstest ein Zeitlimit?
Ja, 60 Minuten für die 33 Fragen, laut BAMF und § 1 der Einbürgerungstestverordnung. Die meisten sind deutlich früher fertig; die Fragen sind kurz, und die Antworten sind eine von vier Möglichkeiten.
Wie viel Prozent braucht man, um den Einbürgerungstest zu bestehen?
17 von 33 richtig, also 51,5 Prozent. Für die drei Fragen zum Bundesland gibt es keine gesonderte Grenze; jede Kombination von 17 richtigen Antworten reicht.


